Homöopathie

Das Wichtigste in Kürze
Hypericum perforatum - Heilpraktikerin Petra Linnenbrügger, 33790 Halle
Hypericum perforatum (Johanneskraut)

Eine homöopathische Behandlung basiert auf der erhofften Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers. Sie findet Anwendung in Form von kleinen weißen Globuli (Milchzuckerkügelchen) oder auch in Form von alkoholischen Tropfen. Das Wirkprinzip basiert auf der Potenzierung (Verdünnungstechnik): Würde man dem Patienten die Ursubstanz verabreichen, müsste in vielen Fällen mit heftigen Nebenwirkungen gerechnet werden, oftmals wären die Arzneien sogar stark giftig.

Anwendung und Wirkung
Echinacea purpurea - Heilpraktikerin Petra Linnenbrügger, 33790 Halle
Echinacea purpurea (Roter Sonnenhut)

Die Wirkung der homöopathischen Mittel basiert auf 3 Säulen:

  • Potenzierung (Verdünnung)
  • Arzneimittelprüfung
  • Ähnlichkeitsprinzip

Die Ursubstanzen (Pflanzen, Mineralien, Metalle und tierische Substanzen) werden stark verdünnt und aktivieren über die Verdünnung die Selbstheilungskräfte des Körpers. Die Mittelauswahl erfolgt über das Ähnlichkeitsprinzip: Das Mittel, das die beim Patienten vorliegenden Symptome am ähnlichsten auslösen kann, ist das Mittel der Wahl.

Beispiel 1:
Das erste Mittel, das Hahnemann (Begründer der klassischen Homöopathie, siehe Geschichte) seinerzeit an sich selbst erprobte war die Chinarinde. Die Einnahme des Mittels bewirkte bei ihm malariaähnliche Symptome, die er durch seine eigene Malariaerkrankung bestens kannte. Der Entwickler wird nicht erwähnt, um mit ihm zu werben, sondern nur, damit Interessierte die Methode nachvollziehen können.

Beispiel 2:
Küchenzwiebeln haben die Eigenschaft, beim Schneiden ein starkes Brennen der Augen und Fliessschnupfen hervorzurufen. Allium cepa (die Küchenzwiebel) wird in der Homöopathie gegen eben solche Beschwerden verabreicht.

Außer den klassischen Einzelhomöopathika, die nach sorgfältiger Repertorisation eingesetzt werden, können auch bei entsprechender Indikation zugelassene Komplexmittel zum Einsatz kommen. Das sind Homöopathika mit mehreren Wirkstoffen, viele davon mit konkreten Anwendungsgebieten.

Die Potenzierung – Wirkung durch Verdünnung

Früh erkannte Hahnemann (Begründer der klassischen Homöopathie, siehe Geschichte), dass die Gabe von Urtinkturen starke Nebenwirkungen auslösen konnte. Daher suchte er eine Möglichkeit, die Substanzen zu verabreichen, ohne Nebenwirkungen beim Patienten hervorzurufen. Daraus entstand das Prinzip der Potenzierung – der Verdünnung. Bei homöopathischen Mitteln handelt es sich um Globuli (kleine weiße Milchzuckerkügelchen) oder alkoholische Lösungen, die in sehr stark verdünnter (potenzierter) Form die, wie wir glauben, energetische Heilinformation der Ursubstanz enthalten und darüber den Selbstheilungsprozess des Körpers aktivieren sollen. Eine sogenannte Erstverschlimmerung (kann auftreten, muss aber nicht auftreten) ist keine Nebenwirkung des Mittels sondern eine Reaktion, die der Besserung der Symptome bzw. Heilung vorangeht.

Die Arzneimittelprüfung – Was ist das?

Um das Behandlungsspektrum eines homöopathischen Mittels zu erproben, nimmt eine Gruppe von gesunden Menschen ein bestimmtes Mittel über einen festgelegten Zeitraum ein und schreibt die Symptome auf, die beobachtet werden können. Diese Symptome bilden das Arzneimittelbild und stellen somit aus homöopathischer Sicht die zu behandelnden Symptome am kranken Menschen dar.

Das Ähnlichkeitsprinzip

Similia similibus curantur - Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt

Je ähnlicher die Arzneimittelbeschreibung den Symptomen des Patienten entspricht, umso besser ist die Wirkung des gewählten Mittels zu erwarten (siehe Beispiele oben).

Die Homöopathie ist eine mehr und mehr anerkannte Unterstützung in der Begleitung von akuten und chronischen Krankheitszuständen sowie seelischen Belastungen. Homöopathie ist in ihrer klassischen Form nach Hahnemann als Einzeltherapie gedacht, kann aber auch in andere naturheilkundliche Behandlungskonzepte einfließen oder begleitend zu schulmedizinischen Therapien eingesetzt werden.

Herstellungsverfahren
Iris versicolor - Heilpraktikerin Petra Linnenbrügger, 33790 Halle
Iris versicolor (Iris)

Durch die vielfachen Verdünnungsschritte soll, wie es die homöopathische Lehre fordert, die Heilinformation bestehen bleiben, auch wenn stofflich gesehen keine Substanz mehr nachweisbar ist. Die moderne Quantenphysik liefert hierzu zunehmend Erklärungen, wie dies möglich sein kann. Die Ursubstanzen werden entweder mit Milchzucker verrieben oder mit Alkohol verschüttelt. Daraus entstehen die Globuli bzw. alkoholischen Tropfen.

Die Literatur weist ca. 3.000 geprüfte Mittel aus, die aus pflanzlichen, mineralischen oder tierischen und metallischen Substanzen hergestellt werden.

Geschichte und Herkunft
Betula alba - Heilpraktikerin Petra Linnenbrügger, 33790 Halle
Betula alba (Birke)

Friedrich Christian Samuel Hahnemann (1755-1843) war der Begründer der klassischen Homöopathie. Er wurde in Meißen geboren und wuchs dort in ärmlichen Nachkriegsverhältnissen auf. Er erhielt eine Freistelle an der Meißener Fürstenschule, bestand seine Abschlussprüfung und konnte dann in Leipzig und Wien Medizin studieren. Er schloss eine pharmazeutische Ausbildung in Dessau an. Der Entwickler wird nicht erwähnt, um mit ihm zu werben, sondern nur, damit Interessierte die Methode nachvollziehen können.

Die Aussagen Hahnemanns sind gut 250 Jahre alt und haben aus unserer Sicht heute noch genauso Gültigkeit in der Heilmethode wie zu seinen Lebzeiten. Bereits damals galt die Methode der Homöopathie als umstritten. Diese unterschiedlichen Auffassungen in der Heilkunde reichen bis in unsere heutige Zeit, in der die Homöopathie weltweit verbreitet ist und immer mehr Anerkennung erlangt hat.

Allgemeine Hinweise
Tilia europäa - Heilpraktikerin Petra Linnenbrügger, 33790 Halle
Tilia europäa (Linde)

Homöopathische Mittel setze ich gerne als Ergänzung zur Spagyrik nach Dr. Zimpel ein. Insbesondere bei akuten Erkrankungen kann ein gut gewähltes homöopathisches Mittel kurzfristig Linderung oder auch Heilung bringen.

Bei Fragen zur Homöopathie oder zu meinen anderen Therapieformen freue ich mich über Ihren Anruf!

Von der evidenzbasierten Medizin wird die Homöopathie kaum anerkannt. Der Gesetzgeber erkennt sie dagegen als besondere Therapierichtung an, hat die Homöopathie in das Arzneimittelgesetz aufgenommen, regelt im homöopathischen Arzneibuch die Herstellung, monographiert die Inhaltsstoffe und regelt auch die Qualitätsparameter.

Soweit homöopatisch zubereitete Produkte keine Zulassung, sondern eine Registrierung besitzen oder von der Registrierung freigestellt sind, werden für diese nach den Bestimmungen des Arzneimittelgesetztes auch keine Anwendungsgebiete ausgewiesen.Hier entscheiden das Wissen und die Erfahrung des Anwenders, respektive Verordners.