Urinfunktionsdiagfnostik

nach HP Anton Schwenk

„Zwei Dinge trüben sich beim Kranken: der Urin und die Gedanken“
(Eugen Roth)

Der Urinfunktionstest bietet aus naturheilkundlicher Sicht die Möglichkeit mit einfachen Mitteln eine Beurteilung der momentanen Stoffwechselsituation vorzunehmen. Dazu bringt der Patient seinen Morgenurin in einem sterilen Gefäß in die Praxis. Der Urin wird in sechs Reagenzröhrchen gefüllt und mit vier unterschiedlichen Reagenzien (Nylander-Reagenz, Ehrlicher-Reagenz, Natronlauge und Schwefelsäure) versetzt. Aufgrund der Veränderung beim Zusetzen der Reagenzien und im zweiten Schritt beim Aufkochen in heißem Wasser können, wie wir glauben, Aussagen bezgl. der Funktion von Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, Herz-Kreislaufsystem und Darm getroffen werden. Der Urin verändert durch das Hinzugeben der Reagenzien und im zweiten Schritt durch das Aufkochen seine Farbe und Beschaffenheit. Über diese Veränderungen kann eine naturheilkundliche Aussage über die Stoffwechselvorgänge getroffen und eine entsprechende Medikation ausgewählt werden.

Im Prinzip verkörpert die Urinfunktionsdiagnostik die Methoden, die auch in der evidenzbasierten Medizin, wie die Schulmedizin korrekt benannt wird, zu Beginn der modernen chemischen Analyseverfahren angewandt wurden. Für uns ist sie immer noch sehr wertvoll, wird aber nicht selten durch weiterentwickelte Diagnoseverfahren ergänzt.

Diese Untersuchung ist Bestandteil der Erstanamnese. Sie erhalten eine Übersicht mit den Ergebnissen und diese besprechen wir auch ausführlich.